Der diskrete Riese der Vorgeschichte
Gegenüber der Höhle von Niaux, auf der anderen Seite des Vicdessos-Tals, birgt die Höhle La Vache einen der reichsten archäologischen Schätze der Pyrenäen. Während Niaux das Heiligtum war, war La Vache der Wohnort der Magdaléniens.
Die Höhle verdankt ihren Namen einer riesigen natürlichen Stalagmitensäule am Eingang, deren Silhouette unverkennbar einer Kuh ähnelt.
Eine Million archäologischer Funde
Seit 1866 von Félix Garrigou ausgegraben, hat die Höhle La Vache fast eine Million magdalénische Objekte geliefert: Tierknochen, Feuersteinwerkzeuge, Speere aus Rentiergeweih, Harpunen, Nadeln und rund 400 verzierte Kunstobjekte, die in der Salle Monique ausgestellt sind.
Die Urgeschichte des Kinos
Einige Knochengravuren zeigen Löwen in Bewegung — eine Technik der überlagerten Positionen, die der Prähistoriker Marc Azéma als „Urgeschichte des Kinos" bezeichnet. Die Höhle ist seit 2024 wieder geöffnet. Besuch: ca. 1h15. Online-Buchung Pflicht.